Der Weimaraner ist ein Jagdhund. Deshalb hat der Weimaraner Klub entschieden, in der Zucht die Qualität der jagdlichen Anlagen höher zu bewerten als die reine „Schönheitszucht“. Der Weimaraner muss seine Leistungsstärke im Feld, im Wasser und im Wald bei der Jagd beweisen. Diese Eignung wird seit dem späten 19. Jahrhundert gezielt gefördert – und ist heute noch in den Zuchbedingungen verankert:

1. Der Hund muss frei von zuchtausschließenden Mängeln sein.

2. Der HD-Befund muss mit B2 oder besser beurteilt sein.

3. Der Form- und Haarwert (=Gesamtwert) muss mindestens gut betragen.

4. Der Hund muss den vereinsinternen Wesenstest bestanden haben.

5. Eine Herbstzuchtprüfung (HZP) muss bestanden sein, wobei der Weimaraner mindestens 6 Arbeitspunkte in der Suche und in den Wasserfächern

a) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer und

b) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

erreicht werden müssen.

Alternativ dazu kann auch eine Verbandsgebrauchs Prüfung (VGP) bestanden sein, wobei in der Suche und in zwei der drei Wasserfächern

a) Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer,

b) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer und

c) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

jeweils die Leistungsziffer 3 (gut) mindestens erreicht werden muss.

6. Hündinnen dürfen nicht jünger als 18 Monate und nicht älter als 8 Jahre sein. Der Stichtag ist der erste Tag des Deckaktes. Der erste Wurf der Hündin muss vor Vollendung des 6. Lebensjahres stattgefunden haben

7. Ein Zuchtrüde darf innerhalb von zwei Zuchtperioden nur maximal 5 Mal erfolgreich zur Zucht eingesetzt werden.

8. Zuchthunde müssen min. 5 ml EDTA Blut für die Biobank des Klubs abgeben.